Ährenlese von Georg R. Brinke - Jahrgang 5, 6; 16-19 und 21
2Mo 3,10 ‑12 Eine segensreiche Einladung2Mo 3,10 ‑12 Eine segensreiche Einladung
Mose beobachtete den brennenden Busch und nahte sich ihm. Nehmen wir
nie die Winke des Heiligen Geistes oberflächlich hin. Wir verlieren
viel, wenn wir sie nicht beachten. Es gilt herzutreten, wenn der Herr
uns irgend etwas lehren will, wie bei Mose am Dornbusch. Mose trat hinzu
und erhielt eine Einladung zum Dienst. Der doppelte Ruf: „ Mose,
Mose!“ ist besonders wichtig. Wir hören ihn öfters wie „Abraham,
Abraham!“ oder „Jakob, Jakob!“ oder „Simon, Simon!“ Wir haben allerlei
Rufe der Schrift: „Kommt denn, lasset uns mit einander rechten“ (
Viele hören den Auftrag, schieben ihn aber hinaus und folgen nie. ‑
Der Auftrag an Mose. Gehe hin! Der Mensch muß als erstes das Heil ergreifen, wiedergeboren sein, ehe der Herr ihn in Sein Werk senden kann. Theologische Studien sind gut, aber sie allein machen keinen Prediger, sondern die göttliche Ausrüstung, die alle Bekehrten erhalten (1Pet 2,9.10). Die Aufträge können verschieden sein, den einen wie an Timotheus „Predige das Wort“, andern wie an Johannes „Schreibe“ (Off 1,19). Paulus tat beides. Alle, die dienen wollen, müssen von Gott berufen sein. Nicht einmal der Herr kam ohne Auftrag. Er sagt: „Der Vater hat mich gesandt“, und zu uns sagt Er: „Gleichwie der Vater mich gesandt hat, also sende ich euch“ (Joh 20,21). Kinder Gottes sind Gesandte des Herrn. In Jesu Namen rufen sie: „Lasset euch versöhnen mit Gott“ (2Kor 5,20).
Die Absicht Gottes lautete an Mose: „Auf daß du mein Volk, die Kinder Israels, aus Ägypten führest“ (V. 10). Daraus erkennen wir, wie Gott Sein Volk liebt (Eph 5,2). Beachtenswert sind Gottes Absichten, sein zartes Empfinden, das Er in das Herz des Mose legen wollte. Lies die sieben Worte (V. 7 und 8). 1. Ich habe sein Geschrei gehört (V. 3). 2. Ich kenne seine Schmerzen. 3. Ihr Geschrei habe ich gehört. 4. Ich bin herabgekommen, sie zu erretten. 5. Das Volk herauszuführen aus der Knechtschaft. Wohin? 6. In ein Land, darinnen Milch und Honig fließt. 7. Um es aus der Hand der Ägypter zu erretten. Das ganze Herz Gottes schlägt für Sein Volk.
Unsere Aufgabe ist weit größer als die an Mose. Menschen aus dem erogen Verderben herauszuführen in das Reich des Sohnes Seiner Liebe. Erfüllen wir sie?
Moses Einwände. Mose hatte mehrere. Heute sagt man: ich habe Hemmungen! Doch sie haben weniger Geltung vor Gott, als die des Mose. „Wie soll ich gehen“ fragt Mose, „da Pharao mich zu töten sucht?“ (2. M. 2, 15.) Mose hatte Angst vor Ihm wie Ananias vor Saulus (Apg 9,13).Ein weiterer Einwand war, daß er kein Redner sei, ähnlich dem Jeremia (Jer.. 1, 4‑7). Wer immer die Größe und Verantwortung seiner Aufgabe erkennt, fühlt seine Unfähigkeit.
Die göttliche Erwiderung. Der Herr sagt: „Ich will mit dir sein.“ Gott selbst füllt die Lücke unserer Schwächen und Befürchtungen aus. Ähnliches sagt der Herr zu Paulus; der Apostel hatte viel gelitten, schwere Kämpfe standen vor ihm, der Herr aber ermunterte Seinen Knecht (lies Apg 18,9.10; Hes 2,6.7; Jes 41,10). Paulus kannte die Gnade, vertaute auf sie und durfte in Korinth ein großes Volk zum Herrn führen. Er rühmte sich seiner Schwachheit, auf daß die Kraft Christi durch ihn offenbar werde (2Kor 11 30). Wer diese Stellung im Dienst des Meisters einnimmt, erlebt die verheißenen Segensströme und Siege (Joh 7,3; 2Kor 2,14).
Die besondere Ausrüstung. Der Herr sprach nicht nur zu Mose, sondern Er rüstete ihn aus mit reichen Zeichen und Wundern (Kp. 4, 1‑7). Da Mose nicht genügte: „Ich werde mit dir sein“, kam Gott ihm in seinem Kleinglauben entgegen. Mit besonderem Ausweis und Ausrüstung trat Mose vor die Ältesten Israels, und sie glaubten ihm. Pharao aber verhärtete sein Herz (2. M 5, 2). Daß uns doch in jeder Lage das Wort genügte: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Mt 28,20). Er ist es, der beides wirkt, Wollen und Vollbringen nach Seinem Wohlgefallen (Phil 2,1).
Das herrliche Endresultat. Moses stand am Berg Horeb und was verhieß ihm Gott? Gerade an dem Ort, wo du jetzt stehst, wirst du mein Volk nachdem du es ausgeführt hast, Gott dienen und anbeten (V. 12). Für einen Diener Gottes wie Mose gilt es, zuerst vor Gott zustehen, sich von Ihm über seine Aufgabe belehren zulassen und dann vertrauensvoll an die Arbeit zu gehen. Jeder Diener soll, wie Josua, vor allem auf das Wort achten, es Tag und Nacht betrachten. dann ist ihm der Erfolg zugesichert (Jos 1,8.9). Dasselbe tat Elia: erst stand er vor Gott, dann vor Ahab. In der Macht Seiner Stärke durften Mose und Josua von Sieg zu Sieg streiten. Anfänger der Wortverkündigung . dürfen sich durch diese zwei Gottesdiener ermutigen lassen und zunehmen im Werk des Herrn (1Kor 15,58).