Ährenlese von Georg R. Brinke - Jahrgang 5, 6; 16-19 und 21
Mk 1,1 - Anfang des EvangeliumsMk 1,1 - Anfang des Evangeliums
Evangelium, d. h. Freudenbotschaft, die bringt Markus. Freudenbotschaften waren stets willkommen, schon bei Adam, als Gott ihm die ersehnte Gehilfin brachte (1. M. 2, 18‑22). Ebenso darf man den Ausspruch der Eva so nennen, als sie den Kain gebar und freudig ausrief: „Ich habe einen Mann erworben mit Jehova.“ Sie glaubte Den (1. 11L 3, 15) geboren zu haben, der sie von ihrer Mühsal erlösen würde (1. M. 4, 1. 2) und sie zurück ins Paradies führte. Groß war ihre Enttäuschung (1Joh 3,12). Alle Freudenbotschaften ohne Jesus enttäuschen. Groß war die Freudenbotschaft, als Jakob hörte, daß Joseph, sein Sohn, lebe
1Mo 45,26). Erwähnen wir noch Jochebeth, als sie die Worte 2Mo 2,9 hörte und nun ungestört den kleinen Mose umarmen durfte. All diese Freudenbotschaften reichen nicht an die vier Eingangsworte unseres Textes heran. Sie bilden im Grunde genommen den Inhalt des ganzen Evangeliums und lauten
1) Evangelium, 2) Jesus Retter, 3) Christus, 4) Sohn Gottes.
Diese vier unergründlichen Worte werden uns hier und durch das ganze Evangelium beschäftigen.
Evangelium‑Freudenbotschaft. Der Anfang dieser Botschaft geht in das Unendliche zurück (Off 13,8b; 1Pet 1,20). Wer vermag die Zusammenkunft der Dreieinigkeit zu erfassen, die den Sündenfall voraussah und über seinen Ausweg beriet? Der Herr zeigte ihn in Ps 40,8. Er, das geschlachtete Lamm, ist die Substanz des Evangeliums. Hier muß man ob der Allwissenheit, Größe und Liebe Gottes, stille stehen und anbeten.
Denken wir auch an die von Matthäus und Lukas genannten Anfänge, die so glorreich beschrieben sind (Mt 2 und Lk 2).
Vergessen wir nicht den Anfang des Evangeliums in Markus selbst, den
auch du und ich erlebten, da Christus unser Herz erfüllte und wir durch
Seinen Opfertod neue Kreaturen wurden (2Kor 5,17; Kol 1,27). Wir
sind berufen, diese Freudenbotschaft zu verkündigen (Mt 28,19;
Der Name Jesus (Phil 2,9). Mit dem Dichter singen
wir: „O wie süß klingt Jesu Name.“ Markus beginnt nicht mit Seinem
jetzigen Namen, sondern mit dem, der dem Herrn vor Seiner Geburt gegeben
wurde (Mt 1,21). 1. In diesem Namen sind wir gerettet worden (
Denken wir noch an die große Macht des Namens Jesu. Jesus‑Retter. Er rettet wovon?
Von der Schuld der Sünde, ihrem Fluch (Gal 3,13; Jes 53). Er rettet von der Macht der Sünde (Röm 7,24.25).
Er rettet von dem kommenden Zorn (Joh 3,36; 1. Thess. i, 10). In diesem Namen offenbarte Er sich als der Erhöhte (Apg 22,8). Dem folgt der Titel:
Christus, d. h. der Gesalbte. Er ist von Ewigkeit
her mit Freudenöl gesalbt (Ps 45,8; 2 6). In Vers 10 streift Markus
jene Salbung, die der Herr bei der Taufe erhielt, auf die Er in
Durch Ihn haben auch wir die Salbung. Der Herr ging hin, um den Heiligen Geist, diese Salbung, zu senden (Joh 16,7) und der Heilige Geist ist an Pfingsten gekommen (Apg 2) und erfüllte die Apostel. Er bleibt in dieser Welt, in der Gemeinde. Nun dürfen du und ich bekennen: Wir haben diese Salbung, und sie bleibt auf uns (1Joh 2,27). Wir stimmen hocherfreut ein in Off 1,6. Er hat uns gemacht zu einem Königtum und zu Priestern Seinem Gott! Durch Ihn, den Gesalbten, dürfen wir als heilige und königliche Priester vor Gott erscheinen und Ihm dienen (1Pet 2,5.9; Röm 15,16). Zuletzt wird er genannt:
Der Sohn Gottes. Vom Vater gezeugt (Ps 2,7; Heb 1,5; 5,5). Er ist Der, der in des Vaters Schoß lag (Joh 1,18). Als
Sohn Gottes verkündigten Ihn schon die Propheten (Jes 9,6;