Schriften von Georg R. Brinke
Inhaltsverzeichnis
Schriften von Georg R. Brinke
Betrachtungen überdas Kreuz von Golgatha
Die sieben Worte des Herrn am Kreuz
Der Weg zu GottDer Weg zu Gott
In Joh 14,6 sagte der Herr: „Ich bin der Weg.“ Und hier lag der Weg offen vor dem Schächer. Im ersten Wort erflehte der Herr Busse und Gnadenfrist, und im zweiten Wort wird die Gnadentür für einen der größten Sünder weit geöffnet. Wie gelangte der Schächer zur Heilserfahrung?
Durch Busse. Sein demütiges Bekenntnis: „Wir empfangen, was unsere Taten wert sind“, zeigt die tiefe Erkenntnis seiner Schuld. Damit hat er alles gesagt. So nackt und bloß wie er am Kreuze hing, so entblößt war sein ganzes Inneres vor Jesus (Heb 4,13). Wie jener Schenke sagt der Schächer gleichsam: „Heut gedenke ich an meine Sünden.“
Durch Glauben an Jesus. „Die Bitte Herr gedenke an mich» bekundet seinen tiefen Glauben an den Mitgekreuzigten, den alle andern nur höhnten. Jesus aber war ihm Zuflucht in seiner großen Seelennot. Dieses „Gedenke mein“ schließt vor allem die Bitte um Vergebung seiner Sünden ein. Außerordentlich groß war sein Glaube, der auch zugleich ein offenes Bekenntnis vor allen war; denn in der Stunde, da alle Jesum lästerten und höhnten, ja, selbst die Jünger Ihn verließen, bekannte Ihn dieser reuige Sünder.
Durch Vertrauen in Jesu Wort. Der Schächer nahm des Herrn „Wahrlich, ich sage dir“ genau so als Tatsache, wie jener Nikodemus es tat, und war gerettet. Wenn uns ein Mensch Vergebung zusichert, so ist es nur durch sein Wort. Ganz gleich ist es mit der göttlichen Vergebung (Eph 1,7; Kol 2,13; Heb 10,17.18; Lk 1,77). Und unmißverständlich verkündigten die Apostel, daß Busse zu Gott, Glauben an den Herrn und an Sein Wort die Mittel zur Vergebung sind. Der Glaube ist die Hand, die annimmt, was der Herr den Menschen in Gnaden entgegenhält (Apg 2,38; 3,19; 10,43; 13,39).
Erstellt: 27.12.2024 15:34
Quelle: Büchersuchdienst Krumbacher, Trossingen