Werner Mücher
Fragen und Antworten
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Apg 9,7; 22,9 - In Apostelgeschichte 9,7 heißt es von den Begleitern des Apostels Paulus, dass sie die Stimme hörten, aber niemand sahen. In Apostelgeschichte 22,9 hingegen liest man, dass sie die Stimme dessen, der mit Paulus redete, nicht hörten. Wie können wir das verstehen?Apg 9,7; 22,9 - In Apostelgeschichte 9,7 heißt es von den Begleitern des Apostels Paulus, dass sie die Stimme hörten, aber niemand sahen. In Apostelgeschichte 22,9 hingegen liest man, dass sie die Stimme dessen, der mit Paulus redete, nicht hörten. Wie können wir das verstehen?
In Apostelgeschichte 9,7 heißt es von den Begleitern des Apostels Paulus, dass sie die Stimme hörten, aber niemand sahen. In Apostelgeschichte 22,9 hingegen liest man, dass sie die Stimme dessen, der mit Paulus redete, nicht hörten. Wie können wir das verstehen?
LH, Hückeswagen
Antwort: Das griechische Wort für „Stimme“ ist phoné und kann auch mit „Ton, Laut, Klang, Schall, Geräusch“ übersetzt werden. Obwohl in beiden Stellen (9,7 und 22,9) dasselbe griechische Wort phoné gebraucht wird, ist doch ein Unterschied im Fall vorhanden: In Kapitel 9,7 ist der zweite Fall und in Kapitel 22,9 der vierte Fall gebraucht. Der zweite Fall war typisch dafür, dass man ausdrücken wollte, dass jemand an etwas teilnahm. Das bedeutet also in Kapitel 9,7, dass die Begleiter des Paulus tatsächlich die „Stimme“ hörten, nämlich den „Schall“ oder ein „Geräusch“ (vgl. Fußnote), ohne den Inhalt dessen, was gesagt wurde, zu verstehen. Das wird dann deutlich in Kapitel 22,9 wiederholt. Dort benutzt Lukas, der Schreiber dieses Buches, den vierten Fall, der dann gebraucht wird, wo etwas deutlich verstanden wird, und das war ja eben nicht der Fall. Darum heißt es in Apostelgeschichte 22,9, dass sie die Stimme nicht hörten.
W. M.
Erstellt: 19.08.2024 14:01, bearbeitet: 05.09.2024 01:13