Behandelter Abschnitt Joel 2,2-9
Joel 2,2-9: 2 … ein Tag der Finsternis und der Dunkelheit, ein Tag des Gewölks und der Wolkennacht. Wie die Morgendämmerung ist es ausgebreitet über die Berge, ein großes und mächtiges Volk, wie seinesgleichen von Ewigkeit her nicht gewesen ist und nach ihm nicht mehr sein wird bis in die Jahre der Geschlechter und Geschlechter. 3 Vor ihm her verzehrt das Feuer, und hinter ihm lodert die Flamme; vor ihm ist das Land wie der Garten Eden, und hinter ihm eine öde Wüste, und auch keine Entronnenen lässt es übrig. 4 Sein Aussehen ist wie das Aussehen von Pferden; und wie Reitpferde, so rennen sie. 5 Wie Wagengerassel hüpfen sie auf den Gipfeln der Berge, wie das Prasseln der Feuerflamme, die Stoppeln verzehrt; sie sind wie ein mächtiges Volk, zum Kampf gerüstet. 6 Vor ihm zittern die Völker, alle Angesichter erblassen. 7 Sie rennen wie Helden, wie Kriegsleute ersteigen sie die Mauer; und sie ziehen jeder auf seinem Weg, und ihre Pfade wechseln sie nicht. 8 Und keiner drängt den anderen, sie ziehen jeder einzeln auf seiner Bahn; und sie stürzen zwischen den Waffen hindurch und verwunden sich nicht. 9 Sie laufen in der Stadt umher, rennen auf die Mauer, steigen in die Häuser; durch die Fenster dringen sie ein wie der Dieb.
Denn Juda, der Hauptvertreter, ist „ein großes und mächtiges Volk“, das den verzehrenden Heuschrecken verglichen wird. Es ist der Assyrer der letzten Tage, die schreckliche Macht aus dem Norden, der das Land Palästina kurz vor der glorreichen Erscheinung der Sonne der Gerechtigkeit überrennen wird. Wie ein verzehrendes Feuer werden sie über das Land fegen und gnadenlos das verwüsten, was vor ihnen wie der Garten Eden war und was nun als öde Wildnis zurückbleiben wird (Joel 2,2.3). Sie sind wie mächtige Pferde, die in die Schlacht ziehen, und sie sind in ihrem unwiderstehlichen Ansturm wie Wagen auf den Gipfeln der Berge, die von Berg zu Berg und von Gipfel zu Gipfel springen, während die verzehrenden Flammen alles auflecken, was auf ihrem Weg übrig ist. Vor Terror und Angst flüchtend, werden „die Angesichter erblassen“ in dem wilden Versuch, den rächenden Horden zu entkommen (Joel 2,4-6). Ihr geordnetes Vordringen als ein diszipliniertes Heer, das nur die Befehle ihres Anführers kennt, wird in den Versen 7 bis 9 dargestellt. Nichts kann sie aufhalten. Sie überwinden alle Hindernisse und treten dort ein, wo sich ihre Beute versteckt, während sie in der Wut ihrer Macht vorwärtstreiben.