„Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. Seid nun besonnen und seid nüchtern zum Gebet“ (1Pet 4,7).
Wir dürfen nicht vergessen, dass der Apostel hier an eine kleine Gruppe von Juden schreibt und sicherlich den Moment vor Augen hatte, an dem das Wort des Herrn erfüllt werden wird, dass alles umgestoßen und kein Stein des Tempels auf dem anderen bleiben wird. Der Vers geht jedoch noch darüber hinaus. Petrus sagt, dass der Gläubige stets so wandeln sollte, als wäre es sein letzter Schritt, mit dem Empfinden, dass er an der Schwelle zu dem steht, in was Gott ihn hineinbringen möchte, und dass die Welt gerichtet wird. Daher sollten Besonnenheit, Wachsamkeit und Gebet ihn kennzeichnen. Wenn dies bereits in den Tagen des Petrus wahr gewesen ist, wie viel mehr findet es Anwendung in unseren Tagen! Denn man kann nicht übersehen, dass die Elemente, die das Hereinbringen des Antichristen fördern, bereits jetzt wirksam sind. Der Mensch wurde nicht geboren, um ungläubig zu sein, aber nie gab es eine Zeit, in der selbst die Christen mehr in Gefahr standen, die Grundsätze ihres Glaubens aufzugeben und somit den Weg zu ebnen, dass die Christenheit der Lüge glaubt, als heute. Satan versucht, die Wahrheiten des Christentums auszulöschen, um somit das Haus zu fegen und zu schmücken, sodass es letzten Endes für das Hereinkommen von sieben noch böseren Geistern bereit ist (siehe Mt 12,43-45; 2Thes 2,8-12).
Der Mensch lebt keine lange Zeit, ohne an irgendetwas zu glauben, und wenn er sich von der Wahrheit abwendet, wird die Konsequenz darauf bald folgen. Was aber wird diese Konsequenz sein? Nicht die Aufnahme der Wahrheit des Christus, sondern die Aufnahme der Lüge des Antichristen.