Es ist sein Gericht, das mit Vers 6 verbunden ist und hilft, ihn von den Schwierigkeiten zu befreien, mit denen der Aberglaube ihn belastet und verdunkelt.
Denn dazu ist auch den Toten gute Botschaft verkündigt worden, damit sie zwar gerichtet werden dem Menschen gemäß nach dem Fleisch, aber leben möchten Gott gemäß nach dem Geist (4,6).
Von der Stunde an, da der Mensch durch die Sünde unter den Tod und das Gericht fiel, hatte Gott in seiner Gnade ein Evangelium, das schützen und das Leben nach Gott geben sollte; das deshalb im letzten Buch der Schrift „das ewige Evangelium“ genannt wird (Off 14,6). Daran klammerte sich der Glaube von Anfang an, und es wurde im ganzen Alten Testament allmählich ergänzt und verdeutlicht, bis der Tod, die Auferstehung und die Herrlichkeit Christi es vollendet haben. Und die, die jetzt tot sind und es im Lauf der Jahrhunderte gehört haben, hatten eine umso größere Verantwortung. Wenn sie durch Unglauben in ihren Sünden verharrten, werden sie von dem kommenden Herrn den Menschen gemäß nach dem Fleisch gerichtet werden. Die Gnade befreit von diesem traurigen Zustand durch den Glauben an die gute Botschaft, und das Leben ist in Christus für alle, die glauben, die also für Gott im Geist leben. Denn Christus schenkt das Leben nicht weniger als die Begnadigung. Wer merkt, dass er der Gnade Gottes bedarf, unterwirft sich auch der demütigen Erkenntnis, dass er das Gericht verdient. So gehören Reue und Glaube immer zusammen.