mit ihm begraben in der Taufe, in dem ihr auch mitauferweckt worden seid durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes, der ihn aus [den] Toten auferweckt hat (2,12).
Dies betont nicht so sehr die persönliche Herrlichkeit Christi, sondern sein Werk. Das erste Kapitel gibt uns hauptsächlich seine persönliche Herrlichkeit; und obwohl dort von seinem Werk die Rede ist, behandelt es mehr die Versöhnung aller Dinge und der Gläubigen mit Ihm, bevor seine Herrlichkeit offenbart wird. In Kapitel 2 wird den Gläubigen besonders sein Werk vorgestellt. Ich habe keinen Zweifel, dass sich darin die Weisheit des Heiligen Geistes zeigt; wir haben zuerst Ihn selbst und sein Werk im Allgemeinen, dann den besonderen Wert und die Wirkung seines Werkes für uns und an uns. Dort wird seine Stellung als Haupt in zweifacher präzise entfaltet; hier wird die Tatsache, dass Er das Haupt aller Fürstentümer und Gewalten ist, nur angedeutet, wodurch unsere Vollkommenheit in Ihm betont wird.
Der Hinweis auf die Beschneidung ist eindeutig mit dem Tod Christi verbunden – nicht die gesetzliche Handlung, der Er sich unterwarf, noch eine Frage seiner Person, sondern seines auf uns angewandten Werkes. Dies wird völlig bestätigt durch die Aussage, dass wir in der Taufe mit Ihm begraben wurden, „in dem ihr auch mitauferweckt worden seid“. Der große Punkt ist unsere Verbindung mit Christus. Durch Ihn allein wurde das Werk vollbracht; aber wenn wir an Ihn glauben, werden wir in seine Wirksamkeit hineingebracht und erlangen aus Gnade eine gemeinsame Stellung mit Ihm. Es ist nicht nur so, dass es durch Ihn geschah, sondern in Ihm wurde dieses große Werk vollbracht, wodurch wir einen Platz in und mit Ihm haben. Das Ritual, das in das Christentum einführt, legt diesen überaus wichtigen, unverwechselbaren Segen des Christen dar: Wir bezeugen in der Taufe, dass wir im Tod Christi gestorben und aus dem Zustand, in dem wir natürlicherweise lebten, herausgenommen sind; und nun sind wir mit Ihm auferweckt durch den Glauben an das Wirken Gottes, der Ihn aus den Toten auferweckt hat. Wir sind also in einen neuen Zustand eingetreten (natürlich noch nicht mit unserem Körper, aber mit unserer Seele). Auf die praktische Anwendung von beidem, Tod und Auferstehung mit Christus, wird der Apostel bald näher eingehen.