in dem ihr auch beschnitten worden seid mit einer nicht mit Händen geschehenen Beschneidung, in dem Ausziehen des Leibes des Fleisches, in der Beschneidung des Christus (2,11).
Dies steht ausdrücklich im Gegensatz zu der äußeren Verordnung der Beschneidung. Es heißt „den Leib des Fleisches“ ausziehen, nicht „den Leib der Sünden des Fleisches“. Die richtige Lesart macht die Sache klarer; es geht nicht um die Sünden, sondern um die Sünde in unserer Natur. „Sünden“ würde kaum dem Umfang des Textes oder der Formulierung entsprechen. Der Apostel bezieht sich nicht auf die buchstäbliche Handlung der Beschneidung, sondern auf den Tod Christi. Wenn wir an Christus glauben, haben wir den ganzen Wert seines Todes für uns in Anspruch genommen. Das wird hier Beschneidung genannt, die nicht mit Händen geschieht, im Gegensatz zu der alten Verordnung. Die Bedeutung und der geistliche Gedanke der Beschneidung ist die Abtötung der menschlichen Natur, dass der Mensch als etwas Totes behandelt wird. Der Tod Christi gibt uns dieses Vorrecht. Wir werden mit seinem Tod in Verbindung gebracht und haben den ganzen Wert, unseren eigenen verdorbenen Zustand, den Leib des Fleisches, abzulegen, wenn wir Ihn durch den Glauben annehmen. Diese Beschneidung ersetzt alle anderen Bestrebungen, die in keiner Weise unseren bösen Zustand als Mensch im Fleisch ändern können.