Behandelter Abschnitt 1. Mose 16,7-14
1. Mose 16,7-14 - Gottes Eingreifen
Gottes Eingreifen. Die Lage ist so verworren, daß noch viel größerer Schaden zu befürchten ist. Um diesen zu verhüten, greift der Herr selbst ein. Während sich Hagar auf ihrer Flucht an einer Wasserquelle erquickte, sollte ihr ein weit köstlicheres Labsal zuteil werden, indem ihr der Engel des Herrn begegnete, sie auf ihrer Flucht aufhielt und ihr zurechthalf. Aus Schwierigkeiten fortlaufen ist leicht, viel leichter als das Umkehren. Ich bin oft so verworrenen Lagen in christlichen Häusern begegnet, daß alles Zureden fruchtlos war; da konnte wie im Falle Hagars nur der Herr selbst helfen. Da Abram einer Schlichtung nicht gewachsen war, besorgte sie der Herr selbst. Das führte, wie wir im nächsten Abschnitt sehen werden, zu einem gnädigen Ergebnis. Wieder erkennen wir, daß in allen Fällen wie hier meistens alle Beteiligten fehlen. Hätte Sarai ihrer Magd gegenüber Liebe erwiesen anstatt Haß, dann wäre beiden Teilen viel Leid erspart geblieben. Wie mancher Riß wäre auf diese Weise verhindert worden. Hagar wird überwältigt von der Liebe des Engels und sieht ihr Unrecht ein. Nun ist ihr Stolz gebrochen, sie bekennt: Du Gott siehst mich. Und wenn ein Mensch einmal das erkennt, dann ist er auf dem richtigen Weg. Wie schwinden dann alle Ängste und Sorgen. Das hat ein Onesimus erfahren, für den sich Paulus bei Philemon, seinem Herrn, verwendete, und das erfährt bis heute jedes reumütig heimkehrende verlorene Kind.