Eine wichtige Schlussfolgerung wird nun aus einem Wort gezogen:
Indem er sagt: „einen neuen“, hat er den ersten alt gemacht; was aber alt wird und veraltet, ist dem Verschwinden nahe (8,13).
Es ist daher vergeblich, wenn Juden oder andere Menschen abstrakt über die Dauerhaftigkeit des Gesetzes Gottes nachdenken: Sein Wort hat die Frage bereits entschieden. Der Prophet Jeremia verkündet im Geist, dass der Herr mit ganz Israel einen neuen Bund schließen wird, und zwar einen ewigen. Dadurch, wie hier gezeigt wird, veraltet der erste oder der gesetzliche Bund. Der neue Bund beruht offensichtlich nicht auf dem Willen oder der Schwachheit des Menschen, sondern auf der gnädigen Macht Gottes, die in seinem Volk wirkt. Diejenigen, die jetzt glauben, ob Juden oder Heiden, nehmen Israel vorweg, für das er gemacht wurde, auf das er aber noch nicht ausgedehnt ist. Aber für Israel ist es gewiss zur rechten Zeit, denn der Mund des Herrn hat geredet.
Daher wird hinzugefügt, dass das, was veraltet und alt wird, dem Verschwinden nahe ist. Das Kreuz erfüllte und hob den gesetzlichen Bund auf. Die Zerstörung Jerusalems und seines Tempels war sein Grab.