So neigt die Liebe dazu, zusammenzubinden, während das Ich oder das Fleisch das genaue Gegenteil ist, wobei das eine die Schwierigkeiten ebenso entschieden beseitigt, wie das andere sie hineinbringt. Die Liebe erträgt und verzeiht nicht nur, sondern sie überwindet das Böse mit dem Gutem.
Und der Friede des Christus regiere in euren Herzen, zu dem ihr auch berufen worden seid in einem Leib; und seid dankbar (3,15).
Der Friede Gottes ist jene vollkommene Ruhe, in der Er in Bezug auf alle Umstände in dieser Welt ruht und in die Er den Gläubigen bringt, der zu Ihm aufschaut und alle Umstände in seine Hände legt, ohne dass er Willkür oder Ängste zulässt. Anstelle unseres Fluchtweges, den der Mensch gern einschlägt, weil er immer die Vorstellung hat, selbst regieren zu müssen, befähigt der Glaube den Menschen, zu Gott aufzuschauen und das Wort Gottes auf das, was um ihn herum geschieht, anzuwenden. Aber unser Brief spricht von einem noch innigeren Frieden. Es ist der Friede, den Christus jetzt hat, der Friede, den Er immer hatte, als Er auf der Erde war. So begegnete Christus selbst allen Schwierigkeiten, da Er alles vollkommen sah und in vollkommenem Frieden über allem ruhte; und so sollten auch wir sein. Kein Gefühl des Bösen außerhalb, kein Gefühl der Schwäche bei den Seinen, stört seinen vollkommenen Frieden über alles.