Behandelter Abschnitt Mat Mt 24,40-51
Zwei Knechte. Mt 24,40-51.
Der Herr schloß Seine Ausführungen mit der Mahnung "zu wachen" ab. Er zeigt, wie gefährlich es ist, nicht bereit zu sein; denn einer wird angenommen, und der andere zurückgelassen werden. "Wachet!" ist dann sein direkter Befehl. Einer schläft, der andere arbeitet, beide aber werden zugleich weggenommen. Darum wachet! Es folgen nun 3 Gleichnisse, und alle stellen den abwesenden Herrn dar. Wir wollen mit dem Gleichnis von den Knechten beginnen.
I. Der treue Knecht. In der Schrift begegnen wir vielen treuen Knechten. Darunter etlichen, die die Bezeichnung "treu" tragen. Moses war treu in seinem ganzen Hause. Des öfteren wird auch die Treue Davids genannt. Die Namen der hervorstehenden treuen Männer des neuen Bundes, von denen jedoch einer, der "der Knecht Jehovas" genannt wird, alle andern an Treue überragt, kennen wir. In diesem Gleichnis nennt der Herr einen treuen Knecht und hebt folgende Enzelheiten hervor:
1. Seine Eigenschaften. Er ist treu und klug. Großes ist ihm anvertraut, er soll dem Gesinde seines Herrn zur rechten Zeit Speise geben. Das ist ein vorbildlicher Diener, der getreulich Speise austeilt (Apg 20,28; 1Kor 4,1-2; 2, Tim. 4, 8; 1Pet 4,10).
2. Seine Tätigkeit. Er ist Speisemeister im Haushalt Gottes und treu darin. Den Jungen gibt er Milch und den Erwachsenen starke Speise. Er handelt in allem nach den Anordnungen seines Herrn. So, und nicht anders, sollen es Knechte Gottes machen. Sie trösten, wenn es an Trost gebricht, weisen zurecht, wenn es nötig ist. Er war nicht einer jener Knechte in Hes 34,2-3, die zuerst sich selbst bedienten und stets Nr. 1 waren.
3. Seine wartende Stellung. Dieser treue Knecht stand in steter Erwartung seines Herrn. Sie war die Triebkraft seines Dienstes. Der Feind weiß das, darum ist er bestrebt, den Gläubigen die glückselige Hoffnung des Kommens des Herrn zu rauben und sie mit irdischen Dingen zu erfüllen. Aber gerade die Wartestellung befähigt sie, im Dienste den wiederkommenden Herrn zu befriedigen; denn der Diener will das Lob seines Herrn und nicht das der Menschen.
4. Sein Segen. "Glückselig ist jener Knecht", sagt der Herr. Er wird gesegnet sein bei der Rückkehr seines Herrn, und schon jetzt spürt er den Segen, der in seiner ständigen Bereitschaft liegt. Er kann stets Rechenschaft geben.
5. Sein Lohn. Er besteht in der Beförderung zu höherer Stellung. Sein Herr wird ihn über seine ganze Habe setzen, weil er im Geringen treu war. Treue Diener werden dereinst höheren Dienst erhalten. Viele werden selbst mit Ihm regieren.