Große Freude am Hause des Herrn Psalm 84,10 „Ein Tag in Deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend. Ich will lieber an der Schwelle stehen im Hause meines Gottes als wohnen in den Zelten der Gesetzlosen.“
Oft kommt es mir vor, als sei David besonders inspiriert gewesen um dem Volk Gottes aller Zeiten zu dienen. Was immer er sagt, ist für alle, zu allen Zeiten und in allen Lagen angemessen, zu stärken zu ermuntern und zu erbauen. Wünschen wir zu innerer Aufmunterung belebt zu werden so zeigt er uns den Weg in seiner persönlichen Haltung. „Des Abends, Morgens und Mittags will ich klagen und stöhnen und Er hört meine Stimme“ (Ps 55,17). Und wiederum, „Siebenmal des Tages will ich Dich loben“ (Ps 119,164). Sind wir im Dienst ermattet, so sagt er: „Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses“ (Ps 26,8). Hat er ein Verlangen, so antwortet er: „Eins habe ich mir vom Herrn erbeten, zu wohnen in Deinem Hause“. Und was war sein Ruhm? „Zion“. O Zion, du herrliches Zion, du Stadt, die der Herr hat erbaut. Und wenn er Fürbitte übt, so fleht er: „Es möge Friede sein in deinen Mauern“ (Ps 122,7). Davids Herz war beschäftigt mit Gott und Seinem Hause, und womit sind wir es?
Der Ort, den David liebte: Das Haus Gottes. In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Der Himmel ist seine Wohnung; er ist zugleich die Wohnung der Seinen. Zerfällt unser irdisches Haus, so haben wir einen Bau von Gott bereitet, ein ewiges in den Himmeln (2Kor 5,1).
Der Ausdruck: „Haus Gottes“ ist verschieden angewandt. Jakob, der
unter blauem Himmel nur auf einem harten Stein als Kopfkissen lag, aber
eine Begegnung mit Gott hatte rief aus: „Hier ist nichts anderes als
Gottes Haus, hier ist die Pforte des Himmels.“ So hieß auch die
Stiftshütte an die David denkt. Später bereitet er zum Bau des Tempels,
den der Herr „Mein Haus“ nannte, reiche Schätze (
Gott selbst ist der Architekt des Hauses: Den Plan für die Stiftshütte gab Gott Mose, Bezaleel und Oholiab fertigten sie an (2. Mose 31,1-6). David erhielt auch von Gott den Plan zum Tempelbau, und Salomo durfte ihn ausführen (1Chr 28,11-19). In beiden Orten zog der Herr ein, und von da redete Er zu Seinem Volk (2. Mose 25,8). In Vers 22 sagt der Herr, von hier aus will ich dir sagen, was ich den Kindern Israel gebieten werde. Ja, Gott redet in der Mitte der Seinen. Er redet durch den Sohn, und der Vater befiehlt uns: Ihn sollt ihr hören (Mt 17,5). Überall hat Er seine Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer, und Er selbst ist der Vater derselben, zu dem wir im Namen Jesu beten und von Ihm erhört werden. Der Herr selbst wohnt im Hause. Er hat Zion erwählt. Da ruhen Sein Herz und Auge. Hier begegnet Er seinem Volk und deckt ihm den Tisch mit den reichsten Gütern Seines Hauses (Ps 23,5). Hier teilt Er selbst das Brot aus und reicht ihnen den Kelch. Denken wir auch daran, was das bedeutet, wenn Er sagt: „Dies ist mein Leib, dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut.“ Uns befiehlt er: «Gehet und saget den Geladenen, meine Ochsen und mein Mastvieh sind geschlachtet. Gehen wir auch?
Hier offenbart Er Seine Herrlichkeit. In den Tagen Jesajas und Hesekiels in mächtigen Demonstrationen (Jes 6; Hes 1). Männer wie Daniel oder Johannes fielen, von dieser Herrlichkeit überwältigt, zu Boden (Dan 10,8; Off 1,17). Hier werden durch Seine Knechte die Geheimnisse Gottes geoffenbart, hier dürfen wir mit dem Apostel sagen: „Wir sahen seine Herrlichkeit“, und was ist sie? Jesu, Gott geoffenbart im Fleisch. Hier singen wir?
Wir entsagen willig allen Eitelkeiten, Aller Erdenlust und Freuden.
Da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben
Dir zum Eigentum gegeben.
Du allein sollst es sein, Unser Gott und Herre, Dir gebührt die Ehre.
Du durchdringest alles.
Lass Dein schönstes Lichte, Herr berühren mein Gesichte. Wie die zarten Blumen willig sich entfalten
Und der Sonne stille halten. Lass mich so, still und froh Deine Strahlen fassen und Dich wirken lassen.
Stellen wir uns einige praktische Fragen:
Haben wir es wie David? Können wir mit ihm in Vers 1 einstimmen? Erfahren wir diese Glückseligkeit, wohnt sie in deinem Haus? Hier steht ein Sela, das will sagen, dass der einzelne Gläubige sich in seinem Herzen prüfen soll, ob er nur vorübergehender Gast ist, oder ob er darin wohnt.