Behandelter Abschnitt Hos 4,1-3
Mit Götzen verbündet
Die Aussage, die wir gerade betrachtet haben (dass Israel für viele Tage ohne Götzenbild oder Teraphim bleiben soll), erscheint umso erstaunlicher, wenn wir daran denken, in welch schrecklichen Götzendienst sie zu der Zeit gefallen waren, als Hosea von Gott berufen war, ihnen die Gedanken des HERRN in Bezug auf ihren damaligen Zustand darzulegen. Götzendienst war damals ihr charakteristischer Zustand. Und daraus sprossen, wie aus einer Wurzel, all die anderen bösen Dinge, derentwegen der Prophet angehalten war, sie zu tadeln.
Hos 4,1-3: 1 Hört das Wort des HERRN, ihr Kinder Israel! Denn der HERR hat einen Rechtsstreit mit den Bewohnern des Landes; denn es ist keine Wahrheit und keine Güte und keine Erkenntnis Gottes im Land. 2 Schwören und Lügen und Morden und Stehlen und Ehebrechen; sie brechen ein, und Blutschuld reiht sich an Blutschuld. 3 Darum trauert das Land und verschmachtet alles, was darin wohnt, sowohl die Tiere des Feldes als auch die Vögel des Himmels; und auch die Fische des Meeres werden weggerafft.
Weil die Wahrheit abhandengekommen war und mit ihr die Barmherzigkeit und Erkenntnis Gottes, hatte der HERR einen Rechtsstreit mit den Bewohnern des Landes. Statt Heiligkeit und Treue Ihm gegenüber hatten seine heiligen Augen nur Fluchen, Lügen, Morden, Stehlen und Ehebruch gesehen. Der auf dem Sinai geschlossene Bund war in jeder Hinsicht gebrochen worden. Nicht eines der zehn Gebote ließen sie unangetastet. Wegen alledem muss Er in seiner gerechten Regierung sein Angesicht gegen ihr Angesicht wenden, so wie Er sie durch den Mund des Gesetzgebers hat warnen lassen.