Behandelter Abschnitt 1Pet 4,4-5
„Wobei es sie befremdet, dass ihr nicht mehr mitlauft zu demselben Treiben der Ausschweifung, und sie lästern euch – die dem Rechenschaft geben werden, der bereit ist, Lebende und Tote zu richten“ (1Pet 4,4.5).
Hierin gibt Petrus einen Trost. Die Ungläubigen finden uns seltsam. Der Apostel sagt, dass wir uns darum nicht kümmern sollen. Nehmen wir an, dass wir mit den Ungläubigen mithalten würden, so wäre unser Verhalten für sie inkonsequent. Da wir nun nicht mitmachen, halten sie uns für seltsam. Aber, sagt Petrus, wir wandeln nicht, um ihnen zu gefallen, sondern um dem Herrn zu gefallen, und wir müssen bedenken, dass Gott bereit ist, Lebende und Tote zu richten und dass die Ungläubigen Ihm einmal Rechenschaft geben werden. Das Gericht der Lebenden war offensichtlich das, womit ein Jude vertraut war. Doch der Apostel stellt vor, dass Gott beide richten wird, sowohl Lebende als auch Tote – die Lebenden entsprechend Matthäus 25 bei der Aufrichtung des Königreichs und die Toten als letztes Ereignis am Ende des 1000-jährigen Reichs – am großen weißen Thron.
Petrus benutzt das Wort „bereit“ in Verbindung mit drei Dingen. Im ersten Kapitel sagt er uns, dass Gott „bereit“ ist, uns aus dieser Welt zu nehmen (1Pet 1,5). In diesem Kapitel sagt er uns, dass Gott „bereit“ ist, die Welt zu richten (1Pet 4,5). Und zwischen diesen beiden Ereignissen soll der Christ stets „bereit“ sein, jedem Antwort zu geben, der Rechenschaft bezüglich der Hoffnung, die in dem Gläubigen ist, von ihm fordert (1Pet 3,15).