Behandelter Abschnitt 1Pet 3,10-12
„Denn wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der halte seine Zunge vom Bösen zurück und seine Lippen, dass sie nicht Trug reden; er wende sich aber ab vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach; denn die Augen des Herrn sind gerichtet auf die Gerechten, und seine Ohren auf ihr Flehen; das Angesicht des Herrn aber ist gegen die, die Böses tun.“ (1Pet 3,10-12).
Nun kommen wir zu einem Zitat aus dem Alten Testament, aus Psalm 34. Es ist sehr lehrreich zu sehen, wie der Apostel in diesem Brief die drei großen Teile des Wortes Gottes aufgreift und durch den Geist Gottes zu unserer Erbauung benutzt. Im ersten Kapitel zitiert er aus dem Gesetz, in dem zweiten Kapitel aus den Propheten und nun im dritten Kapitel aus den Psalmen. Alle diese Stellen werden in wunderbarer Weise angeführt, um uns das zu zeigen, was Petrus in seinem Brief lehren möchte, nämlich die sittlichen Grundsätze Gottes in den Regierungswegen mit seinem Volk in dieser Welt.
Es wäre wunderbar, wenn wir alle diese zurückhaltende Kraft etwas mehr kennen würden (1Pet 3,10). Wir werden nie einen glücklichen Christen finden, der seiner Zunge einfach freien und ungezügelten Lauf lässt. Er wird nicht glücklich und fröhlich sein und keine guten Tage sehen. Im Gegenteil: Er wird unglückliche, getrübte Tage sehen, weil er das getan hat, von dem der Herr gesagt hat, dass er es nicht tun soll, und so leidet er dafür.
Du sollst Frieden suchen und ihm nachjagen (1Pet 3,11). Das Herz soll wirklich darauf ausgerichtet sein, Frieden zu suchen auf dem Weg durch diese Welt, und wenn jemand uns anstacheln möchte, Unfrieden zu stiften, so antworten wir einfach: „Nein, ich werde Frieden suchen.“
Schrecken wir davor zurück, dass die Augen des Herrn auf uns gerichtet sind? Bestimmt nicht, wenn unsere Herzen aufrichtig vor Ihm sind (1Pet 3,12). Lasst uns Ihn alles sehen lassen, denn der Genuss der Gegenwart Gottes ist es, die ein gutes Gewissen bewahrt; nicht nur vor Ihm, sondern auch vor dem Feind.
„Denn die Augen des Herrn sind gerichtet auf die Gerechten, und seine Ohren auf ihr Flehen“ (1Pet 3,12).
Wunderbare Worte! Petrus empfindet die Notwendigkeit des Gebets und der Abhängigkeit, und wenn unser Wandel aufrichtig ist, wird der Herr aufmerksam sein auf unsere Gebete. „Aber“, so wenden wir vielleicht ein, „Er antwortet nicht“. Nun, vielleicht hat Er etwas gegen uns, denn „das Angesicht des Herrn aber ist gegen die, die Böses tun“ und dies ist sowohl für ein Kind Gottes als auch für einen Ungläubigen wahr. Wenn die Seele aufrichtig ist, wird das Ergebnis sein, dass die Augen des Herrn auf uns gerichtet und die Ohren des Herrn für uns geöffnet sind, d. h., die Gegenwart des Herrn ist das Ergebnis eines Wandels, der Ihm angemessen ist. Dann werden wir nicht die geringste Angst vor der Macht und List Satans haben. Nur wenn wir uns in Gott freuen, Ihn genießen, werden wir hier auf der Erde zurechtkommen können.