William Kelly
Kommentar von William Kelly (übersetzt mit DeepL)
Off 15,7Kommentar zu Offenbarung 15,7
Behandelter Abschnitt Off 15,7-8
Der Mensch ist schuldig: Was muss daher die Folge sein? „Und die sieben Engel, die die sieben Plagen hatten, kamen aus dem Tempel hervor“ (V. 6). Und es ist schrecklich zu sagen, sie kamen aus dem Tempel, in dem keine Lade mehr zu sehen war. Und was ist daher die Folge? Nichts als Zorn – umso furchtbarer, weil dieser aus dem Heiligtum hervorkommt. Sie hatten die sieben Plagen. Das war alles, was Gott jetzt für den Menschen tun konnte. „Angetan mit reinem, glänzenden Leinen und um die Brust gegürtet mit goldenen Gürteln. Und eins von den vier lebendigen Wesen“ – das sind die großen Vollstrecker der Gerichte in der Vorsehung Gottes – „gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen“. Das Wort bedeutet Schalen oder Becher und stammt von den Gefäßen, die zum Ausgießen von Trankopfern und so weiter vor dem Herrn verwendet wurden. Jetzt sind es keine Trankopfer, sondern jetzt enthalten sie den Zorn, der von Gott herabkommt:
Und eins von den vier lebendigen Wesen gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen, voll des Grimmes Gottes, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und der Tempel wurde mit Rauch gefüllt von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Macht; und niemand konnte in den Tempel eintreten, bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet waren (15,7.8).
So war weder eine gegenwärtige Anbetung Gottes noch Fürbitte mehr möglich. Es war vergeblich, dass irgendjemand versuchte, dort hineinzugehen: Der Rauch des Feuers des gerechten Zorns Gottes erfüllte den Tempel, der Rauch, der das Feuer beweist, das dort war. So gab es keine Möglichkeit für irgendjemand, nicht einmal für einen Priester, hineinzugehen. Niemand konnte sich nähern: Zorn, der Rauch des Gerichts, erfüllte ihn. Genau wie am Sinai, wo der Rauch dargestellt wird, der vom Berg aufsteigt wie der Rauch eines Ofens; und wie in Psalm 18,9: „Rauch stieg auf von seiner Nase, und Feuer fraß aus seinem Mund“. Hier ist es also das Bild der missachteten Majestät Gottes gegen die Sünde. Es gab nichts, auf das Er hier auf der Erde schaute, das nach Gnade für sie rief. Die Zeit der Fürbitte war vorbei. Daher wälzte sich das Gericht herab, und der Zorn Gottes wird vollendet (15,6–8).