Behandelter Abschnitt Kol 3,23-24 „Ihr Knechte, gehorcht in allem euren Herren nach dem Fleisch“ (V. 22). Dies ist sehr wichtig. Durch das Christentum sind zweifellos Gefühle, Gewohnheiten und so weiter in diese Beziehung gekommen – auch Schwierigkeiten (nicht dass diese sein müssten, sondern aufgrund einer fleischlichen Gesinnung ist das so). Ein Sklave stand plötzlich in der Beziehung eines Bruders zu seinem Gebieter; wenn er nicht wachsam war, fing er bald an, seinen Herrn zu kritisieren, ob er dies oder jenes sagen oder tun dürfe. Wenn sein Herr ihn für irgendetwas tadelte, könnte er meinen, sein Herr habe auf eine harte, fleischliche Art gehandelt. Wie leicht ist es, in einen falschen Geist abzugleiten, besonders für einen Sklaven, der die Schwächen seines Herrn täglich vor Augen hat und in der Gefahr steht, seinen Herrn nach den bösen Gedanken seines eigenen Herzens zu beurteilen! Aber sicherlich sollte ein Mensch, nachdem er Christus erkannt hat, alles besser machen als vorher. Der Gedanke, dass die Herren, weil sie mit Christen zu tun haben, sich schlecht verrichtete Pflichten gefallen lassen müssen, ist reine Selbstsucht. Dass heutige „Knechte“ im Allgemeinen keine Sklaven sind, ändert nichts an der Sache. In jenen Tagen mussten sie oft heidnischen Herren dienen. In jedem Fall ist es das Wichtigste, an jedem Ort an den Herrn Jesus und seinen Willen zu denken. Wir gehören absolut zu Ihm, um seinen Willen in allen Dingen zu tun. Um gut mit Gott zu wandeln, sollte ich darauf achten, dass ich mich in einer Stellung befinde, die seinem Willen entspricht und in der ich keine Gewissensnöte habe. Ein stumpfes Gewissen ist zwar gefährlich, aber bei weitem besser als ein belastetes oder schlechtes Gewissen; aber es ist gefährlich, denn es neigt dazu, der Belastung nachzugeben und in einem schlechten Gewissen zu enden. Es gibt keinen Ort auf dieser Welt, an dem man Gott nicht verherrlichen könnte, die Sünde natürlich ausgenommen.
Was irgend ihr tut, arbeitet von Herzen, als dem Herrn und nicht den Menschen, da ihr wisst, dass ihr vom Herrn die Vergeltung des Erbes empfangen werdet; ihr dient dem Herrn Christus (3,23.24).
Aber beschäftigt euch nicht so sehr mit der Tatsache, dass ihr einem irdischen Herrn dient; denkt daran: „Ihr dient dem Herrn Christus.“ So werdet ihr eurem irdischen Herrn umso mehr untertan sein und alles, was ihr tut, von Herzen tun, nicht nur weil es gefordert wird, sondern von Herzen. Der Apostel fügt hier ein bemerkenswertes Wort hinzu: