Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in allem, denn dies ist wohlgefällig im Herrn (3,20).
Auch dies ist hier ganz absolut beschrieben. Wir wissen, dass es an anderer Stelle Anhaltspunkte gibt, die einschränkend sind. Es ist offensichtlich, dass weder ein Vater noch ein Ehemann irgendeinen Anspruch darauf hat, auf etwas zu bestehen, was dem Herrn widerspricht; aber hier wird Übereinstimmung vorausgesetzt. Was der Apostel anmahnt, ist, dass die Kinder in allen Dingen ihren Eltern gehorchen sollen. Und wie gut ist Gehorsam! An anderer Stelle erwähnt die Schrift eine Eingrenzung, aber nicht hier. „Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern ... im Herrn“. Das ist eine sehr wichtige Einschränkung; jedenfalls definiert sie den Bereich des Gehorsams; sie bestimmt, wie und wie weit man gehen soll. In der Regel möchte auch ein schlechter Vater ein gutes Kind haben. Viele, die trinken oder fluchen, würden es sehr bedauern, wenn ihre Söhne dasselbe täten. „Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in allem, denn dies ist wohlgefällig im Herrn.“ Das verweist uns einfach auf den Herrn als den, dem dieser Gehorsam wohlgefällig ist, aber wohlgefällig im Herrn geht noch viel weiter. Es ist nicht nur die Tatsache, den Herrn als den endgültigen Richter zu betrachten, der dann zufrieden sein wird; sondern der Christ hat das Bewusstsein der Liebe des Herrn und seines Interesses beständig in allen seinen Wegen und Prüfungen. Zweifellos wird Er einmal sein Urteil über alles, was im Leib getan wurde, offenbaren; aber das sollte den Christen jetzt nur stärken, das zu tun, was dem Herrn wohlgefällig ist. Die besten Handschriften stimmen überein, dass es hier „im Herrn“ und nicht „für den Herrn“ heißen muss. Es ist wohlgefällig, dass Kinder ihren Eltern gehorchen, nicht nur natürlich, sondern für den Christen im Herrn.