Behandelter Abschnitt 1. Mose 17,3-16
1. Mose 17,3-16 - Ganze Ergebenheit
Ganze Ergebenheit. Abram fiel auf sein Angesicht und gab Gott die Ehre. Einen Mann, der vor Gott wandelt, kann Gott im besonderen Maße segnen, ja, Er läßt sich dazu herab, mit ihm einen Bund zu schließen. Gott sagt zu Abram: „Mein Bund ist mit dir.“ Ein Bund ist eine Vereinbarung zwischen zwei oder mehreren Beteiligten. Abrams Bestätigung des Bundes war die Beschneidung. Der Inhalt des Bundes besagt, daß Gott, der Allmächtige, sein Gott ist (1. Mose 17,7), und daß das Land Kanaan sein bleibendes Besitztum sein werde (1. Mose 17,8; Heb 11,16). Das, was nun Abram zu hören bekommt, übertrifft an Bedeutung alles, was Gott ihm bisher gesagt hat.
Abram bekommt einen neuen Namen. Beim Auszuge aus Ur sagte Gott zu Abram, daß Er ihm einen großen Namen machen werde, hier aber ist unendlich mehr. In Zukunft soll er nicht mehr „Abram“ – „hoher Vater“ heißen, sondern „Abraham“ – „Vater der Menge“ bzw. „Vater vieler Völker“. Das bedeutet nicht nur vermehrten Segen, sondern auch vermehrte Verantwortung vor Gott. Auch sein Weib soll einen anderen Namen erhalten: sie heißt in Zukunft nicht mehr „Sarai“ – „die Edle“, sondern „Sara“ – „die Fürstin“. Denn Gott sagt voraus, daß nicht nur Völker, sondern auch Könige aus Abrahams Nachkommen hervorgehen sollen. Lassen wir uns aber ganz besonders an den „König aller Könige“, an Jesus Christus erinnern, dessen Geschlecht zurückgeführt wird auf Abraham und Sara (nicht auf Hagar, Mt 1,1.2).
Späterhin hat Gott auch Jakob einen neuen Namen gegeben, der wiederum eine ganz besondere Bedeutung hatte (1. Mose 32,27.28). Der in Christo erneute Mensch erhält von seinem Gott einen neuen Namen (Off 2,17).
Vergegenwärtigen wir uns, was diese neuen Namen Abraham und Sara für Eindrücke auf Abrahams Haushalt gemacht haben mögen. Werden sie nicht die Köpfe geschüttelt haben? Mag nicht Ismael seinen heimlichen Spott an Sara geübt haben? Leidet unser Herr an Altersschwäche, daß er sich als Greis Vater der Menge nennen läßt und Sara Fürstin, aus deren Nachkommen Könige geboren werden sollen? Abraham ließ sich nicht beirren, denn er glaubte Gott und wußte, daß Er diese neuen Namen zur Erfüllung der Verheißung gegeben hatte. Auch wir wollen am neuen Namen festhalten, den wir bekommen haben, und daß sich Gottes Verheißungen trotz allem Spott der Feinde an uns erfüllen werden.