Behandelter Abschnitt Lk 13,18-19
Verse 18-19 Gleichnis vom Senfkorn
18 Er sprach nun: Wem ist das Reich Gottes gleich, und wem soll ich es vergleichen? 19 Es ist gleich einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und in seinen Garten warf; und es wuchs und wurde zu einem großen Baum, und die Vögel des Himmels ließen sich in seinen Zweigen nieder.
Die Krankheit der Frau hat gezeigt, dass Satan das System des Gesetzes benutzt, um Menschen gefangen zu halten. Dagegen sehen wir in der Heilung der Frau, dass sich durch den Dienst des Herrn Jesus das Reich Gottes Bahn bricht. Es sind jedoch bisher nur einzelne Ereignisse. Es ist nicht die öffentliche Aufrichtung des Reiches, sondern die Aufrichtung des Reiches in den Herzen Einzelner. Wie es im Allgemeinen aussieht, zeigt der Herr in zwei Gleichnissen. Da sehen wir, dass die Einführung der Gnade und der Macht des Reiches noch keinen vollkommenen Zustand bewirkt. In den äußeren und inneren Zustand des Reiches ist das Verderben eingedrungen.
In dem ersten Gleichnis vergleicht der Herr das Reich mit einem Senfkorn. Dieses Senfkorn wird gesät und wächst zu einem großen Baum heran. Die Vögel des Himmels nisten in seinen Zweigen. Das ist ein Bild von der Entwicklung der Christenheit, die sich zu einem mächtigen äußeren System ausbreiten würde, in das allerlei böse Einflüsse (dargestellt in den Vögeln, vgl. Off 18,2) Eingang finden würden.
So ist es auch geschehen. Die Christenheit ist jetzt ein weltliches System, geradeso wie der Islam oder das Judentum. Es ist eine aktive Weltmacht, in der viele das Sagen haben, die nur den Namen „Christen“ tragen, aber es innerlich gar nicht sind. Es sind Feinde Gottes und seiner Wahrheit, die auf vielen Gebieten Irrlehren einführen. Sie verdrehen das Wort Gottes und missbrauchen es, um die Lüge zu verbreiten und Macht über Seelen auszuüben.