Hermann Menge (1841-1939)
Versliste
Nach Sauls Tode nun, als David von dem Siege über die Amalekiter (nach Ziklag) zurückgekehrt war und zwei Tage in Ziklag zugebracht hatte,
da kam plötzlich am dritten Tage ein Mann aus dem Lager von Saul her mit zerrissenen Kleidern und mit Erde auf dem Haupt; und als er bei David angekommen war, warf er sich vor ihm zur Erde nieder und brachte ihm seine Huldigung dar.
Auf Davids Frage, woher er komme, gab er die Antwort: „Aus dem Lager der Israeliten bin ich entronnen.“
Als David ihn dann aufforderte: „Erzähle mir doch, wie die Sache sich zugetragen hat!“, berichtete er: „Das Heer ist aus der Schlacht geflohen, und viele von den Leuten sind gefallen und ums Leben gekommen; auch Saul und sein Sohn Jonathan sind tot.“
Als nun David den jungen Mann, der ihm die Meldung brachte, weiter fragte: „Woher weißt du, dass Saul und sein Sohn Jonathan tot sind?“,
berichtete ihm der junge Mann, der ihm die Meldung brachte: „Ich kam ganz zufällig auf das Gebirge Gilboa; da sah ich plötzlich Saul, der sich auf seinen Speer stützte, während die Wagen und Reiter ihn eingeholt hatten (oder: auf ihn zu jagten).
Als er sich nun umwandte und mich erblickte, rief er mich an, und ich antwortete: ‚Hier bin ich!‘
Er fragte mich dann, wer ich sei, und ich erwiderte ihm: ‚Ich bin ein Amalekiter!‘
Da befahl er mir: ‚Tritt her zu mir und töte mich vollends (= gib mir den Todesstoß)! Denn ein Schwindel hat mich ergriffen, und doch bin ich noch bei vollem Bewusstsein.‘
Da trat ich zu ihm und tötete ihn vollends (= gab ihm den Todesstoß); denn ich wusste, dass er seinen Fall nicht überleben würde. Dann nahm ich den Stirnreif (= das Diadem) von seinem Haupt und die Spange, die sich an seinem Arm befand, und überbringe sie hier meinem Herrn.“